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Die zweitschwerste Ebola-Epidemie überhaupt
03.05.2019 13:30 Uhr
Die Ebola-Epidemie, die die Helfer nicht stoppen können

Kingshasa, 03.05.19: Rund zehn Monate nach Beginn der Ebola-Epidemie im Osten des Kongo ist die Zahl neuer Erkrankungen wegen vieler Angriffe auf Helfer stark gestiegen. Die Helfer tun sich schwer, den Ausbruch in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri einzudämmen, weil in der Region zahlreiche Milizen aktiv sind. Es gab wiederholt auch Angriffe auf Ebola-Zentren - erst vergangene Woche wurde ein Arzt der Weltgesundheitsorganisation WHO getötet. Nach Angriffen wird der Hilfseinsatz zumeist zeitweise ausgesetzt, um die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Dabei ist gerade die Versorgung mit Nahrungsmitteln durch Hilfsorganisationen wie das World Food Programme in den betroffenen Regionen wichtig. O-TON Maurice Mutsunga Kakule, Arzt «Wir haben festgestellt, dass die Mehrheit der Patienten das Gewicht wieder gewinnen konnten, dass sie während der Krankheit verloren hatten.» Inzwischen ist es die zweitschwerste Ebola-Epidemie überhaupt. Seit dem Ausbruch im vergangenem August haben sich in der Region rund 1500 Menschen angesteckt, knapp Tausend sind gestorben.