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Wilde Laufvögel
06.02.2019 11:43 Uhr
Wildlebende Nandus fressen Rapsfelder leer

Utecht, 06.02.19: Nein, wir sind hier nicht in Südamerika! Es handelt sich tatsächlich um das Grenzgebiet von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Hier lebt Europas einzige wild lebenden Nandu-Population. Die Laufvögel sehen zwar putzig aus. Doch sie sind ein Ärgernis für Landwirte, denn die Getreide- und Rapsfelder sind für die Nandus ein gefundenes Fressen. Der Schaden, den sie dabei anrichten, ist immens. O-TON Hans-Friedrich Grube, Landwirt «Es sind seit zwei Jahren jetzt jährlich mehrere Tausend Euro auf den Flächen in Utecht, die steigen auch jedes Jahr. Besonders weil die Nandus in ihrer Anzahl sich im letzten Jahr verdoppelt haben. Wir haben jetzt fast 600 Tiere dort. Nicht auf einen Schlag alleine, aber dort laufen ca. 60 Tiere täglich auf dem Raps. Und die fressen einmal kräftig dort was weg.» Knapp die Hälfte der Nadus sind Jungvögel ergab eine Zählung. Und das trotz Geburtenkontrolle. Um den Bestand der Nandus zu kontrollieren, waren 190 Eier angebohrt worden, damit daraus keine Jungtiere schlüpfen. Das hat in diesem Jahr offensichtlich nicht gereicht. «Das einfachste wäre wahrscheinlich: einzufangen und nach Südamerika zu bringen, wo sie hingehören.» Die norddeutschen Nandus stammen von wenigen Tieren ab, die um die Jahrtausendwende vom Hof eines Züchters in Schleswig-Holstein entkamen. Sie wanderten nach Mecklenburg-Vorpommern und etablierten sich im Biosphärenreservat Schaalsee.

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