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Ex-Präsident für Komplett-Umzug
08.02.2019 14:33 Uhr
Neue Heimat für Agenten: Merkel eröffnet BND-Zentrale

Berlin, 08.02.19: Knapp elf Jahre nach der Grundsteinlegung haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Präsident des Bundesnachrichtendienstes Bruno Kahl die neue BND Zentrale eröffnet. Mit dem Einzug des «Zentrums für Nachrichtendienstliche Aus- und Fortbildung» ist der Umzug aus Pullach bei München und anderen Standorten abgeschlossen. O-TON Bruno Kahl, Präsident des BND «Der Vorteil ist natürlich, dass wir zunächst mal alle unter einem Dach sind und das in einem sehr modernen, sehr leistungsfähigem und sehr tauglichem Gebäude, was auch noch sehr attraktiv ist meiner Meinung nach. Der zweite Vorteil, Sie haben es angesprochen, die große Nähe zu unseren Kunden, zu unseren Abnehmern, zur Regierung, zum Parlament. Das hat das Verhältnis zur Politik schon verbessert, das hat auch unsere Produkte verbessert, weil wir einfach besser verstehen, worauf es der Regierung zur Grundlage ihrer Entscheidung ankommt.»4000 der 6500 Geheimdienstler des BND arbeiten nun in dem riesigen Neubau mitten in Berlin. Die Baukosten lagen bei etwa 1,1 Milliarden Euro, ursprünglich geplant waren 720 Millionen Euro. Die Eröffnung durch die Bundeskanzlerin war ein wichtiges Zeichen für den sonst kritisch beäugten BND. Merkel nutzte direkt die öffentliche Bühne und stellte sich hinter den Bundesnachrichtendienst. Angesichts der Krisen in der Welt sei sie überzeugt, «dass Deutschland einen starken und leistungsfähigen Auslandsnachrichtendienst dringender denn je braucht.» Fake-News, Falschnachrichten oder die Bedrohung durch Cyberattacken sollen zukünftig nun hier aufgespürt werden. In der riesigen Zentrale, auf 260 000 Quadratmetern, inmitten des hektischen Großstadtdschungels.

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