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Um die Rebhuhnpopulation ist es nicht gut bestellt
08.03.2019 14:33 Uhr
Erst Locken, dann Zählen: Jäger sind Rebhuhn auf der Spur

Reichelsheim, 08.03.19: Wenn Andreas Mohr mit einem kleinen Lautsprecher in der Hand durch die Felder in der Wetterau geht, dann nicht, um ungestört seiner Lieblingsmusik zu lauschen. Andreas Mohr ist Jäger und Förster und das Geräusch, dass die kleine Box von sich gibt, ist der Lockruf eines Rebhahns. Er will damit andere Rebhähne anlocken und so herausfinden, wie viele Tiere in dem Gebiet leben. Er macht sich nämlich Sorgen um die graubraunen Hühner. Durch eine immer intensivere Landwirtschaft wird der Lebensraum für Rebhühner immer knapper. Gemeinsam mit Jägern von rund 100 anderen Revieren möchte Mohr dem entgegenwirken. Sie legen Rückzugsräume an und wenn die Felder abgeerntet sind, deponieren sie ein Spezialfutter. Damit kommen Rebhühner und andere Wildtiere besser über den Winter. O-TON Andreas Mohr, Jäger sinngemäß: «Alle Arten, die vom Feld leben, haben es gerade sehr schwierig. Von diesen Arten ist das Rebuhn die komplizierteste Art. Wir versuchen mit unseren Gegenmaßnahmen das Rebhuhn zu vestehen und Hilfestellung leisten zu können. Wenn wir das geschafft haben, dann schaffen wir es auch bei den anderen Arten.» Andras Mohr und die anderen Jäger hoffen, dass sich die Rebhuhnpopulation so wieder erholen kann. Geht ihr Plan auf, könnte sogar der Fall eintreten, dass die kleinen Vögel bald wieder gejagd werden dürfen.

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