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Aktivistinnen in Hamburgs Rotlichtviertel
08.03.2019 16:16 Uhr
Halbnackte Frauen zerlegen Sichtschutz im Rotlichtviertel

Hamburg, 08.03.19: Mit nacktem Oberkörper und schwerem Gerät haben mehrere Aktivistinnen in Hamburgs Rotlichtviertel einen Sichtschutz abmontiert. Mit dieser Aktion will die Organisation Femen «die sexuelle Ausbeutung von Frauen, Menschenhandel und sexuelle Gewalt anprangern, die sich hinter den Toren und Türen der Sexindustrie versteckt.» Das teilte die Gruppe auf ihrer Facebook-Seite mit. Die Metallwand an der Herbertstraße ist Sichtschutz und Barriere zugleich. Für Frauen und unter 18-Jährige ist der Zutritt der etwa 100 Meter langen Straße verboten. In der Herbertstraße sitzen Prostituierte leicht bekleidet in ihren Fenstern und sprechen vorbeilaufende Männer an. Die Aktivistinnen kritisierten, dass die öffentliche Straße seit Jahrzehnten für Frauen unzugänglich ist. Eine der Frauen hatte sich mit dicker schwarzer Farbe und auf englisch «Keine Mauern zwischen Frauen» auf den Rücken schreiben lassen. Die Polizei bestätigte die Aktion auf Nachfrage. Ein Polizeisprecher sagte: «Als die Kollegen von Wache 15 dort eingetroffen sind, war allerdings keiner mehr vor Ort.» Gegen die Frauen soll nun Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gestellt werden.

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