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Was Kinder dazu bringt, ungeliebte Nahrung zu essen
08.05.2019 12:27 Uhr
Damit du groß und stark wirst - So essen Kinder gesünder

Vancouver, 08.05.19: "Bäh, Brokkoli Wenn es um gesundes Essen geht, sind Kinder meistens nicht begeistert von den gesündesten Lebensmitteln. US-Forscher haben nun untersucht, was sie dazu bringt, zunächst ungeliebte Nahrung dennoch zu verspeisen. Am größten war der Erfolg, wenn die Kinder das Essen wiederholt angeboten bekamen und ihnen zusätzlich gesagt wurde, welchen Nutzen es für sie hat. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Kinder eher bereit sind, neue Lebensmittel zu probieren, wenn sie diese öfter angeboten bekommen. Auch ist es gut, wenn Kinder für das Essen gelobt werden oder Erwachsene zum Beispiel sagen: «Das ist lecker». Für eine im «Journal of Nutrition Education and Behavior» veröffentlichte Studie kombinierten Forscher beide Ansätze. 87 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren bekamen über sechs Wochen hinweg an je zwei Tagen eher ungeliebtes Essen serviert: Tomaten, grüne Paprika, Linsen und Quinoa. Danach untersuchten die Forscher, wodurch das Essverhalten am ehesten beeinflusst wurde. Eines der beiden am wenigsten geliebten Lebensmittel wurde einfach immer wieder angeboten, das andere zusätzlich auch noch angepriesen. Beide Methoden zeigten nach sechs Wochen in etwa die gleiche Wirkung. Dann bekamen die Kinder einen Monat Versuchspause. Nach der Pause hatte die kombinierte Methode eine deutlich bessere Wirkung: Im Vergleich zum Zeitpunkt vor der Pause aßen die Kinder von dem zuvor ungeliebten Lebensmittel, das lediglich wiederholt serviert wurde, etwa sieben Gramm mehr. War das Essen zusätzlich noch angepriesen worden, aßen sie sogar 14 Gramm mehr. Also, immer wieder anbieten und anpreisen, was den kleinen Essern gut tut, dann geht irgendwann auch das ungeliebte Grünzeug rein.