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Beinahe täglich Angriffe auf Schafsherden
13.02.2019 16:06 Uhr
Demonstration gegen den Wolf in Schleswig-Holstein

Wöhrden, 13.02.19: Schleswig-Holsteins Schäfer stehen für Naturschutz und Pflege der Kulturlandschaft. Doch zurzeit haben sie Streit mit anderen Spezies von Naturschützern, den Wolfsfreunden. Bei einer Demonstration in Dithmarschen machten Schafhalter auf ihre Probleme durch das Raubtier aufmerksam. O-Ton Daniel Jäger, Schafhalter «Wir haben Probleme mit den Wölfen und wir brauchen, hier muss eine Lösung her. So können wir es nicht mehr weiter hinnehmen. Der Wolf reißt jede Nacht Schafe. Heute Nacht war er gerade bei mir, hat wieder eins getötet. Zwei mussten eingeschläfert werden. Wir brauchen irgendwie Hilfe, wir brauchen eine Lösung für das Problem.» In den sozialen Netzen berichten Schafhalter beinahe täglich von Angriffen auf ihre Herden. Nach Angaben des Kieler Umweltministeriums wurden seit der Rückkehr des Wolfs im Jahr 2007 bis Anfang Januar insgesamt rund 98 Attacken auf Schafe, Kälber und Ponys registriert. In Schleswig-Holstein war der letzte Wolf nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland vor mehr als 200 Jahren erschossen worden - um das Jahr 1810 im Raum Neumünster. Wölfe gehören zu den in der Europäischen Union besonders geschützten Tierarten.

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