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Ein neues Europäisches Parlament wird gewählt
13.05.2019 17:22 Uhr
So funktioniert die Europawahl

Berlin, 14.05.19: Vom 23. bis 26. Mai 2019 wird ein neues Europa¨isches Parlament gewa¨hlt. Insgesamt gibt es im neuen Parlament 705 Sitze, vorausgesetzt Großbritannien verla¨sst die EU wie geplant. Im Moment ist das Parlament mit 751 Abgeordneten noch deutlich gro¨ßer. Da Deutschland das bevo¨lkerungsreichste EU-Land ist, erha¨lt es auch die meisten Sitze: 96 Männer und Frauen ziehen dann ins Parlament ein. Es folgt Frankreich, das mit dem Austritt Großbritanniens fu¨nf Sitze mehr erha¨lt und insgesamt 79 Abgeordnete stellen wird. Die kleinsten Mitglieder Luxemburg, Malta und Zypern werden unvera¨ndert sechs Abgeordnete stellen. Wie ist das EU-Parlament zusammengesetzt? Das EU-Parlament besteht aus acht Fraktionen. Die 96 deutschen Abgeordneten sind auf alle Fraktionen verteilt. So sitzen 34 Abgeordnete der CDU/CSU in der größten Fraktion, der Europäischen Volkspartei. Die 27 deutschen Sozialdemokraten geho¨ren der zweitsta¨rksten Fraktion S&D an. Zu Europas Gru¨nenfraktion tragen die deutschen Gru¨nen 13 Sitze bei. Weitere 22 gewa¨hlte Abgeordnete aus Deutschland finden sich in den andern fu¨nf Fraktionen oder sind fraktionslos. Wer darf eigentlich wählen gehen? An der Europawahl teilnehmen dürfen im Prinzip alle EU-Bürger ab 18 Jahre, die wahlberechtigt sind. In Deutschland sind das rund 64,8 Millionen Menschen. Davon sind 60,8 Millionen Deutsche und 3,9 Millionen Unionsbürger. Das sind Staatsangeho¨rige aus den u¨brigen EU-Mitgliedstaaten, die in Deutschland wohnen. Sie können entweder in Deutschland oder ihrem Herkunftsland wählen gehen. Zum ersten Mal wählen dürfen rund 3,9 Millionen junge Menschen in Deutschland. Gibt es eine 5-Prozent-Hürde? Interessanterweise hat bei der Europawahl jedes Land seine eigene Prozenthürde. Denn bislang gibt es kein einheitliches Wahlsystem zur Europawahl. So gibt es Länder mit 5-Prozent-Hürde, 4, 3 oder 1,8-Hürde und auch Länder ohne Sperrklausel. So ist es auch bei der diesjährigen Europawahl. Bei der nächsten Wahl im Jahr 2024 soll es allerdings ein einheitliches Wahlrecht geben.

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