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Streit um eine Polizeiwache auf dem Festivalgelände
15.05.2019 13:00 Uhr
«Fusion»-Festival: Lärmerprobte Lärzer hoffen auf Lösung

Lärz, 15.05.19: Die Einwohner von Lärz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hoffen weiter auf eine Lösung für das Sicherheitskonzept beim alternativen «Fusion»-Festival. Hartmut Lehmann ist seit 20 Jahren Bürgermeister von Lärz und kennt die «Fusion» samt Verein Kulturkosmos bestens. O-TON Hartmut Lehmann, Bürgermeister der Gemeinde Lärz (CDU) «Wir sind bis zur jetzigen "Fusion" ohne Polizei ausgekommen. Also, das ist eine völlige Abkehr und entgegengerichtete Entwicklung und wie gesagt, ich kann nicht nachvollziehen, warum die Polizei jetzt so reagiert.» Lehmann bot der Polizei für Ende Juni erneut das Bürgerzentrum im Dorf als Hauptsitz an. Es liegt etwa 500 Meter vom Festivalort entfernt. Die Polizei fordert dagegen erstmals freie Kontrollmöglichkeiten und eine Wache direkt auf dem «Fusion»-Gelände. Das lehnt der Verein Kulturkosmos als Veranstalter mit Verweis auf eigene Sicherheitsdienste ab - zumal die Polizei selbst in der Vergangenheit immer wieder betont hatte, dass auf den «Fusion»-Festivals seit 1997 noch nie etwas Ernsthaftes passiert sei. O-TON Heidelene Kreft, Einwohnerin von Lärz Viele der 500 Einwohner von Lärz sehen die «Fusion» als Gewinn für die Region. O-TON Nadine Heise, Einwohnerin von Lärz Zu dem bereits ausverkauften «Fusion»-Festival werden Ende Juni rund 70 000 Menschen erwartet. An diesem Donnerstag soll der Verein Kulturkosmos beim zuständigen Amt Röbel/Müritz nachweisen, dass alle Sicherheitsauflagen erfüllt sind. Mit einer Entscheidung wird erst später gerechnet.

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