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«Pelle» und «Scott» - Wolfsschnüffler mit feinen Nasen
17.04.2019 15:58 Uhr
«Pelle» und «Scott» - Wolfsschnüffler mit feinen Nasen

Büchen, 17.04.19: Seit vier Jahren bildet Hundetrainerin Uta Kielau in Büchen im Kreis Herzogtum Lauenburg Hunde von ehrenamtlichen Wolfsbetreuern zu Wolfsspürhunden aus. So wie «Pelle» den vierjährigen Australian Sheperd. O-TON Uta Kielau, Hundetrainerin «Der Hund musste lernen zu verstehen was ich von ihm möchte. Wir haben angefangen mit unterschiedlichen Gerüchen zu arbiten und er musste dann immer wieder schauen, bei welchem Geruch bekomme ich eine Belohnung, was hat das mit der Startgeruch zu tun - wir geben am Anfang einen Startgeruch - dann muss der Hund die Verbidung hinkriegen zwischen den beiden Gerüchen, also Start- und Zielgeruch. Das hat eine ganze Weile gedauert, bis die Hunde und "Pelle" das verstanden haben, und inzwishen brauchn wir auch keinen Startgeruch mehr bei den Wölfen. Da reicht ein Startkommando.» Die trainierten Hunde unterstützen ihre Besitzer bei der Suche nach Wölfen. Sie jagen keine Wölfe, sie zeigen nur an, ob sich in einem Gebiet vor kurzem Wölfe aufgehalten haben. Ist das Ergebnis positiv, wird das an das Land weitergegeben, das dann Fotofallen aufgestellt und Schafhalter informiert. Bislang gibt es in Schleswig-Holstein zwei ausgebildete Wolfsspürhunde. Vier weitere Hunde seien derzeit in der Ausbildung. Rund zwei Jahre dauert die aufwendige Ausbildung - und eine Genehmigung. «Der Wolf ist eine streng geschützte Tierart, und deswegen braucht man eine Ausnahmegenehmigung,um mit und an Wölfen arbeit zu dürfen,wir haben diese Genehmigung, und in dieser Gruppe dürfen auch nur diejenigen arbeiten, die selber die Ausbildug als Wolfsbetreuer haben.» Für das Training werden Wattepads verwendet, die in einem großen Schraubglas mit Wolfshaaren den typischen Wolfsgeruch angenommen haben. Haben die Hunde die Geruchsprobe gefunden, gibt es eine Belohnung. Mehrere Einsätze haben «Pelle» und «Scott» schon absolviert. «Pelle» hat vor einigen Monaten «erschnüffelt», dass ein totes Kalb nicht von einem Wolf, sondern von einem Hund aus dem Stall auf die Weide gezerrt worden war. Weitere Einsatzmöglichkeiten der Hunde sind unklare Wolfssichtungen von Spaziergängern oder Jägern und das Wolfsmonitoring, also die Überprüfung der Bestände.

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