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Sturzalarm und Blutzucker-Sensoren
21.02.2019 19:59 Uhr
Seniorenwohnung der Zukunft - Risiko für die Privatsphäre?

Kempten, 22.02.19: Die oberen Schrankschubladen kommen nach unten gefahren, Kleiderstangen mit Hemden fahren automatisch heraus. Das motorisierte Bett hilft einem beim Aufstehen und dreht sich sogar zur Seite. In Seniorenwohnungen der Zukunft soll die Technik das Leben im Alter unterstützen und Pfleger entlasten. Im dritten Stock einer Seniorenwohnanlage hat die Hochschule Kempten eine Forschungswohnung angemietet. Auf 55 Quadratmeter testen Studenten und Ingenieure Prototypen und entwickeln «intelligente Assistenztechnik». Ingenieur Alexander Karl wirft ein Fleece in Menschform auf den Boden, um den Sturzalarm zu demonstrieren. Ist ein Bewohner gestürzt, leuchtet eine rote Lampe auf und ein Alarm wird ausgelöst. Im Badezimmer ist eine "intelligente Toilette» installiert. Tritt man davor, fährt der Deckel nach oben, die Sitzheizung auf der Klobrille wird aktiviert. Sensoren messen Blutdruck, Puls, Blutzucker und Sauerstoffsättigung. Die Daten können direkt an den Hausarzt geschickt werden. Sind sie auffällig, meldet dieser sich zurück. Was praktisch klingt, birgt auch Risiken: Für die Datenübertragung ist der Sensor mit dem Internet verbunden, alle Werte werden in einer Cloud gespeichert - eine Angriffsfläche für Hacker. Ingenieur Alexander Karl appelliert deswegen an die Entwickler von Smart Home-Produkten auch an die IT-Sicherheit zu denken.

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