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Üben für die Kreuzfahrt-Katastrophe
25.03.2019 16:10 Uhr
«Viel Kopfkino» beim Schiffs-Simulatortraining in Hamburg

Hamburg, 25.03.19: Die Costa Concordia, fast gesunkenes Sinnbild menschlichen Versagens auf hoher See. Das Schiff kollidierte am 13. Januar 2012 im Mittelmeer mit einem Felsen, schlug leck und wurde manövrierunfähig vom Wind in Richtung Insel gedrückt, wo es unmittelbar nördlich des kleinen Hafens der Insel auf Grund lief und mit der Zeit auf Schlagseite kippte. Der Kapitän geriet in die Schlagzeilen. Der Unfall forderte 32 Todesopfer. MTC, das Marine Training Center in Hamburg. 4000 bis 5000 Teilnehmer aus besuchen jedes Jahr dieses Schiffs-Simulatortraining. Hier können komplizierte Manöver trainiert werden, es darf auch mal was schiefgehen. Hier schon - damit im Ernstfall nichts passiert. Jede neue Vorschrift trifft die Seefahrt wie eine Bugwelle: weil Kapitäne, Nautiker, Crews, Lotsen und Ingenieure geschult werden müssen. Die Simulationen sind international gesetzlich vorgeschrieben. Von Hamburg über den Nordostsee-Kanal bis in die Kadettrinne sowie in die Häfen von Singapur und Schanghai, Yokohama und Los Angeles reichen unter anderem die MTC-Trainingsgebiete, für Containerschiffe oder Kreuzfahrtriesen - und das in einem Gewerbegebiet beim Volkspark-Stadion, von außen unscheinbare. Notfälle an Bord können ebenfalls im MTC auf der 1:1 nachgebauten Schiffsbrücke trainiert werden. Damit so etwas, wie bei der Costa Concordia nicht passiert.

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