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Viel zu tun für die Zöllner
27.03.2019 15:49 Uhr
Hamburger Zoll sieht sich gut gerüstet für Brexit

Hamburg, 27.03.19: Der Hamburger Zoll sieht sich auf einen möglichen Ausstieg Großbritanniens aus der EU gut vorbereitet. Im Falle eines Brexits, ob hart oder nicht, würde der Zoll einfach Großbritannien «aus der Standardbox Mitgliedstaaten herausnehmen und in die Standardbox Drittland packen», hieß es auf der Bilanz PK des Zolls in der Hansestadt. Man müsse sich also nicht auf neue Prozesse einstellen. Das britische Aufkommen mache auch nur einen kleinen Anteil des Hafenumschlags aus. O-TON Christian Schade, Hauptzollamt Hamburg «Das ist für uns ein zöllnerischer Prozess, der für uns nichts Neues ist, und die Volumina, die da im Raume stehen, die sind durchaus überschaubar.» Alles in allem sehe man sich gut gerüstet für einen Brexit. Zentrale Themen des Zoll blieben aber weiterhin der Rauschgiftschmuggel und Produktpiraterie, vor allem aus Fernost. Insgesamt 1,6 Millionen Fälschungen mit einem Wert von rund 54 Millionen Euro konnten gefunden werden: vornehmlich Produkte aus dem Kleidungssektor und dem Spielzeugbereich. O-TON Christian Schade «Das kann dann entsprechende Folgen haben für den Verbraucher, angefangen beim defekten Ladekabel das sich entzündet bis hin zu Stoffen, die in den Produkten verarbeitet werden, die gesundheitsschädlich sind.» Im Bereich der Rauschgiftkriminalität konnten die Hamburger Zöllner rund 700 Kilogramm Kokain sicherstellen - bei weitem nicht so viel wie im vergangenen Jahr, als die Beamten fast vier Tonnen Kokain sicherstellten. Größter Einzelfund im vergangenen Jahr waren rund 100 Kilogramm Kokain aus Brasilien.

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