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Stirbt das Telefonieren aus?
28.12.2018 13:30 Uhr
Stirbt das Telefonieren aus?

Berlin, 28.12.2018: Vor mehr als 100 Jahren wurde das Wählscheibentelefon erfunden; und trotz Retro-Trend sind die meisten dieser Telefone inzwischen nur noch im Museum zu finden. Stattdessen haben Smartphones global Einzug gehalten; mit denen kann man zwar auch telefonieren, aber so langsam stirbt die klassische Sprachtelefonie aus. Mit dem Zeitalter der Handys wurde vieles anders: In den letzten 12 Jahren wurde nicht nur mehr als 80 Prozent der Telefonzellen abgebaut. Auch die Zahl der Festnetzanschlüsse sinkt kontinuierlich: In den letzten acht Jahren zählte die Deutsche Telekom 20 Prozent weniger Festnetzanschlüsse. Zuletzt waren es nur noch 27,9 Millionen bundesweit. Auch bei den Smartphones geht die Kurve der Gesprächsminuten nach unten. Messenger-Dienste wie Whatsapp oder Telegram verdrängen durch multimediale Kurznachrichten den klassischen Telefonanruf. Während in den Anfangszeiten noch viele Textnachrichten und Fotos verschickt wurden, wird das Versenden von Sprachnachrichten immer beliebter: Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom verschicken mehr als die Hälfte aller Smartphone-Nutzer Sprachnachrichten; bei den Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren sind es sogar drei von vier Nutzern, die Sprachnachrichten per Messenger verschicken. Im Alltag sieht das Aufnehmen der Sprachnachrichten vor dem Mund immer noch recht ungewohnt aus. Aber vielleicht werden wir diese Form der Kommunikation in ein paar Jahrzehnten dann auch nur noch im Museum bewundern können.

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