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Tür soll künstlerisch gestaltet werden
02.02.2020 17:14 Uhr
«Leben und Sicherheit» - Kunstprojekt Synagogentür läuft an

Halle, 03.02.20: Wohl kaum eine Tür hat in den letzten Monaten so viel Aufmerksamkeit erregt wie die Synagogentür von Halle. Sie hatte am 9. Oktober den schwer bewaffneten Stephan B. daran gehindert, in das Gotteshaus einzudringen. Die Tür wird nun bald ausgetauscht. Sie soll künstlerisch gestaltet und ausgestellt werden. Die Projektleitung liegt bei der 18-jährigen Abiturientin Lidia Edel. O-TON: Lidia Edel, Projektleiterin «Was mir halt aufgefallen ist mit der Tür ist, dass manchmal Leute vorbei kommen und ein paar Holzsplitter rausholen, weil sie meinen, das bringt Glück und ist so eine Art Sicherheit für sie. So etwas wie ein Talisman.» Die Werkstatt von Lidia Edel befindet sich im Keller der Jüdischen Gemeinde, knapp zwei Kilometer von der Synagoge entfernt. Die ersten Entwürfe des Kunstwerks hat sie schon, in stundenlanger Arbeit ausgefeilt. O-TON: Lidia Edel, Projektleiterin «Kunst an sich kann man nicht sofort kreieren. Das ist ein Prozess.» Standort, Material, Ausarbeitung, all das muss noch entwickelt werden. Doch die Bedeutung steht schon fest: «Leben und Sicherheit». Und auch wenn die Einzelheiten des Kunstwerks Synagogentür noch geheim sind, eines wird schon mal verraten. O-TON: Lidia Edel, Projektleiterin «Ich kann schon mal sagen, es wird sehr viel mit Holz zu tun haben. Holz altert und wir altern mit dem Holz, aber es stirbt auch nicht komplett aus.» Die künstlerisch neu gestaltete Synagogentür soll im Oktober zum ersten Jahrestag des Anschlags enthüllt werden.

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