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Das Ungewisse umarmen
03.09.2019 12:21 Uhr
Was Forscher über die Zukunft sagen

Berlin, 03.09.19: Die Zukunft beschäftigt immer mehr Menschen. Die Autoindustrie möchte mit Elektromotoren «zukunftsfähig» werden. Die Schülerproteste nach Vorbild der Schwedin Greta Thunberg tragen es im Namen: «Fridays for Future». Die Debatte über unsere Zukunft hat Konjunktur. O-TON Dr. Stefan Brandt, Direktor des Futuriums «Ich glaube, es lässt sich nicht wegdiskutieren, dass wir derzeit eine kritische Situation haben. Das ist jedenfalls auch mein Eindruck. Ich glaube, viele Menschen fühlen sich auch ein Stückweit überfordert, überrollt von der Vielfalt der Möglichkeiten, aber auch von Entwicklungen, die in ihrer Wahrnehmung vielleicht nicht so gut steuerbar sind oder von ihnen selbst nicht beeinflussbar sind.» Futurium: So heißt ein neues Museum, das die Bundesregierung mit auf den Weg gebracht hat. Zur Öffnung im September präsentieren die Macher ihr Haus als Ort des Wandels, der Fragen und der Begegnung. Stimmt die Idee einer offenen Zukunft? Oder bestimmt unser heutiges Tun nicht vielmehr schon stark mit, wie das Morgen aussehen kann? O-TON Sylvia Hustedt, Kreativwirtschaft-Geschäftsführerin «Bestimmte Trends finden sich schon wieder, wie jetzt beispielsweise Digitalisierung oder K.I., aber wie sie sich dann tatsächlich konkret in der Zukunft realisieren, sieht wahrscheinlich anders aus, als wir uns das jetzt vorstellen.» Früher war der Umgang mit der Zukunft einfacher. Historisch galt sie lange als vorbestimmt: etwa von Göttern, Sternen oder von der sozialen Schicht, in die man geboren wurde. O-TON Dr. Stefan Brandt, Direktor des Futuriums «Ich glaube, dass Menschen auch wollen, dass Dinge anders angepackt werden. Und ich glaube auch, dass sie das können, dass sie selber auch dazu beitragen können. Und das wird eine Aufgabe auch dieses Hauses sein, den Leuten klar zu machen, dass sie Zukunft eben nicht nur erdulden müssen, sondern auch mitgestalten können.» Inzwischen spricht man nicht mehr von DER Zukunft, sondern von Zukünften - im Plural. Denn das Morgen ist keine große Einbahnstraße, sondern ein Wegenetz mit vielen Kreuzungen, die alle eine Entscheidung verlangen.

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