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Auch der zu früh geborene Heuler «Pepe» darf umziehen
04.06.2019 15:11 Uhr
Heuler ziehen vom Quarantäne- ins Aufzuchtbecken um

Friedrichskoog, 04.06.19: Die ersten Seehund-Heuler der Saison werden derzeit in der Seehundstation Friedrichskoog aufgepäppelt. Sie zogen am Dienstag vom Quarantänebecken ins Aufzuchtbecken um. Darunter ist auch der Heuler «Pepe», der als Frühgeburt am 14. Mai auf Hallig Hooge gefunden wurde. Er hat noch komplett das lange weiße Embryonalfell getragen, teilte die Seehundstation mit. Inzwischen wiegt «Pepe» 7,7 Kilogramm und frisst bereits kleine Fische. Er teilt sich jetzt das Becken mit «Schnuffy», «Moritz», «Lara» und «Klabaute». Sie sind in den vergangenen Wochen ebenfalls in die Station gebracht worden. Weitere Heuler befinden sich noch in Quarantäne. O-Ton Tanja Rosenberger, Stationsleiterin «Fünf auf einen Streich hatten wir im Vorjahr nicht, da waren sie mal zu zweit oder zu dritt. Aber da die sich hier alle schon sehr gut entwickelt haben, dann sollen sie auch gleich in eine kleine Robben-WG ziehen. Und man sieht ja auch, dass das gerade hinter uns schon sher gut funktioniert und sie sich gut orientieren.» Wenn die jungen Seehunde selbstständig Fisch fressen, geht es vom Aufzuchtbereich ins Auswilderungsbecken. Dort müssen sich die Jungtiere Speck anfressen: Mindestens 25 Kilogramm müssen sie auf die Waage bringen, bevor die Abschlussuntersuchung auf dem Programm steht. O-Ton Tanja Rosenberger, Stationsleiterin «Pepe hat ja schon die ersten kleinen Fische, die er verzehrt. Das wird bei den anderen jetzt auch, man hat es gesehen, schon Schlauch und schon den ersten Fisch dabei nur noch wenige Tage dauern, bis auch diese Tiere dann auf fischliche Kost umgestellt sind. Und dann wird diese Portion langsam gesteigert.» Im Durchschnitt bleiben die Tiere den Angaben zufolge zehn Wochen in der Seehundstation. Danach werden sie wieder in die Freiheit entlassen.

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