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Original-Ausstellungsstücke aus 60 Jahren Geheimdienst
04.11.2019 17:55 Uhr
Asservate des Geheimen - Hinter den Kulissen des BND

Berlin, 05.11.19: Es sind Asservate des Geheimen, die bisher noch nie für die Öffentlichkeit zugänglich waren. Der Bundesnachrichtendienst öffnet offiziell sein Besucherzentrum in der neuen Zentrale mitten in Berlin. Auf zwei Etagen sind Ausstellungsstücke aus 60 Jahren Geheimdienst-Geschichte zu sehen. Alles Originale. O-Ton: Bruno Kahl, Präsident, Bundesnachrichtendienst «Ich habe ein altes Lieblingsstück. Das ist ein uralter Globus, der in den Anfangsjahren dieses Dienstes sozusagen im Besprechungsraum gestanden hat und Grundlage für die Planungen war. Und es gibt auch ein modernes Ausstellungsstück einen interaktiven Tisch, an denen die Bürgerinnen und Bürger selber messen können, wie transparent sie ihren Dienst haben wollen.» Multimediale Stelen befassen sich mit BND-Themen wie internationalem Terrorismus, Krisenregionen oder Cyberbedrohung. Eines der außergewöhnlichsten Ausstellungsstücke ist eine Gas-Ultrazentrifuge im Original. Solche Apparate spielen eine zentrale Rolle beim Bau von Atombomben. Die Röhre ist so geheim, dass eine Verblendung angebracht wurde - damit mögliche Spione die Technik nicht fotografieren und nachbauen können. «Wir haben hier nichts ausgestellt, was irgendwie unsere Arbeit gefährdet. Ganz im Gegenteil. Das, was wir präsentieren, darauf sind wir stolz und das können auch gerne Mitarbeiter anderer Dienste sich ansehen.» Die Räume des Besucherzentrums sind in einer Ecke des riesigen BND-Neubaukomplexes untergebracht - streng abgeschirmt vom Rest der Gebäude mit Lagezentren, Geheimdienst-Labors und Auswerterbüros. Wer ins Besucherzentrum hinein möchte, wird wie am Flughafen durchleuchtet. Es herrscht striktes Fotografierverbot. Vorerst sind nur angemeldete Gruppen zugelassen.

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