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Schnellere Hilfe bei Herz-Kreislauf-Stillstand
05.11.2019 07:26 Uhr
Unimedizin Greifswald testet: Helfen Drohnen Leben retten?

Greifswald, 04.11.19: Bricht ein Mensch mit Herz-Kreislauf-Stillstand zusammen, trennen ihn nur wenige Minuten vom Tod. Sein Leben retten können eine sofortige Herzdruckmassage und ein Defibrillator, der das Herz mit elektrischen Impulsen wieder in Gang bringt. Doch ein Rettungswagen braucht in dünn besiedelten Regionen oft länger als die angestrebten acht Minuten zum Patienten. Bei Herzstillstand zu lange. Drohnen könnten schneller sein. Ein Projektteam an der Universitätsmedizin Greifswald hat jetzt vor, Defibrillatoren mit Drohnen schnell zum Ort der Reanimation zu fliegen - zu Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand. Deren Überlebenschance könnten sich verdoppeln bis verdreifachen, wenn Ersthelfer unverzüglich mit Herzdruckmassage beginnen und das Herz mit einem elektrischen Schock wieder in Gang bringen. O-Ton Klaus Hahnenkamp, Direktor der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Greifswald «In doch nicht so ganz wenigen Fällen kann man das Herz mit dem Defibrillator wieder anstellen, so daß es wieder selber schlägt, und wenn das Herz selber schlägt ist das allemal besser, als wenn wir das von aussen machen. Es ist nur sehr schwierig einen Defibrillator zu finden, das ist ein Problem, das gibt es deutschlandweit. Die Stellen wo Defibrillatoren aufgebaut sind, die AEDs, die sind irgendwo aufgestellt an Orten, die kaum jemand kennt, die sind nicht kartiert und nicht aufgezeichnet.» Rettungswagen brauchen in dünn besiedelten Gebieten oft sehr lange, um zum Patienten zu kommen. Am Dienstag startet die Unimedizin in Penkun die ersten Erprobungsflüge. Weitere folgen in Greifswald. Die rund ein halbes Jahr dauernde Machbarkeitsstudie wird vom Bundesgesundheitsministerium mit gut 400 000 Euro unterstützt.

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