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Erstmals geht ein ganzes Bundesland als Corona-Modellprojekt an den Start. Das Saarland öffnet bestimmte Bereiche - bei einem negativen Test. Ist das riskant oder ein beispielhafter Weg aus der Pandemie?
06.04.2021 18:21 Uhr
Trotz Lockdown-Rufe - Saarland startet sein Öffnungsmodell

Saarbrücken, 06.04.21: Inmitten einer Diskussion über einen neuen Corona-Lockdown in Deutschland hat das Saarland ein umstrittenes Öffnungsmodell mit verstärktem Testen gestartet. Zahlreiche Einrichtungen durften am Dienstag vorerst öffnen, dazu zählten neben der Außengastronomie etwa auch Fitnessstudios und Theater. O-TON Fabian Schmidt, Geschäftsführer Campus Sports Club Saabrücken«Ich denke, es ist jetzt jeder froh, dass mal endlich was passiert. Dass man zumindest ein bisschen wieder in den Alltag kommt.»Wer das Angebot nutzen will, braucht in der Regel einen negativen Corona-Schnelltest, der nicht älter sein darf als 24 Stunden. Zudem dürfen sich im Freien bis zu zehn Menschen treffen, wenn sie negativ getestet worden sind. O-TON Monika Müller, Wirtin «Glühwürmchen»«Im Moment ist das ein ganz kleiner Schritt nur in die richtige Richtuzng. Wir Gastronomen möchten natürlich, dass auch die Innengastronomie wieder betrieben werden kann, so wie das im letzten Jahr am 18. Mai wieder losging.»Die Öffnungen sind nach dem Beschluss der Landesregierung in dieser Form nur erlaubt, solange die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche, unter 100 liegt. Steigt die Inzidenz an drei Tagen über 100, greift ein Ampelsystem - mit einer dann ausgeweiteten Testpflicht (gelb) und gegebenenfalls einem Lockdown (rot).

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