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Personalmangel und erheblicher Sanierungsbedarf
07.02.2020 09:08 Uhr
Nur noch sechs Schüler: kleinstes Gymnasium Bayerns schließt

Konnersreuth, 07.02.20: In der letzten Reihe sitzen und unauffällig schlafen - das ist für die Schüler im Gymnasium Fockenfeld unmöglich. Nur noch sechs junge Männer besuchen die Schule im oberpfälzischen Konnersreuth. O-TON: Alexander Arnstadt, Schüler «Ein Vorteil ist in einer kleinen Gruppe, dass die Lehrer viel persönlicher auf einen eingehen können und auch mit der Zeit dann die Stärken und Schwächen in den einzelnen Fächern der einzelnen Schüler kennen und darauf eingehen können.» Träger des Internates ist die Ordensprovinz der Oblaten des heiligen Franz von Sales. Der Klosterkomplex hat zahllose Räume, Flure, Treppenhäuser und eine Kirche. Inzwischen wird nur noch ein einziges Klassenzimmer für die verbliebenen Schüler genutzt. O-TON: Albert Bauer, Schulleiter «Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Schule gegründet, um Kriegsheimkehrern die Möglichkeit zu geben, das Abitur nachzuholen, um dann Theologie zu studieren.» Doch im Sommer wird das Gymnasium geschlossen. Die schwindende Schülerzahl ist einer der Gründe, weshalb das Spätberufenenseminar zum Schuljahresende schließt. Der erhebliche Sanierungsbedarf des großen Gebäudes trug auch zu der Entscheidung bei. O-TON: Bruder Markus Adelt, Semiarleiter und Hausoberer «Der andere Grund ist, dass auch unserer Ordensgemeinschaft der Nachwuchs fehlt. Wir auch keine eigenen Mitbrüder hier mehr zur Verfügung stellen können, um Schulbetrieb, Seminarbetrieb dann auch aufrecht zu erhalten.» Zuletzt war die Einrichtung das kleinste Gymnasium Bayerns, wie das Kultusministerium mitteilt. Am 25. April veranstaltet die Schule ein Abschlussfest. Wie es danach mit dem Gebäude weitergeht, ist noch nicht bekannt.

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