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600 000 Menschen auf der Flucht
07.02.2020 10:13 Uhr
Gewalt in Syrien: UN bekräftigen Ruf nach Waffenruhe

Idlib, 07.02.20: Angesichts eskalierender Spannungen im syrischen Rebellengebiet Idlib haben die Vereinten Nationen ihre Rufe nach einem neuen Anlauf für eine Waffenruhe bekräftigt. Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates beschrieben der UN-Vermittler für Syrien, Geir Pedersen, und UN-Nothilfekoordinator, Mark Lowcock, am Mittwoch ein düsteres Bild von der Lage vor Ort. In den vergangenen zwei Monaten seien knapp 600 000 Menschen in der Region um Idlib auf der Flucht gewesen, die meisten davon Kinder. Die nicht von syrischen Truppen kontrollierten Gebiete seien zunehmend überfüllt. Wie auch Lowcock betonte Pedersen die «dringende Notwendigkeit» einer Waffenruhe. Idlib ist nach fast neun Jahren Bürgerkrieg in Syrien das letzte große Rebellengebiet. Russland und der Iran als Unterstützer der syrischen Regierung sowie die Türkei als Unterstützer der Rebellen hatten Idlib 2017 zu einer sogenannten Deeskalationszone erklärt. Kontrolliert wird das Gebiet von der Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS), die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahe steht. In der Region leben nach Schätzungen rund drei Millionen Menschen. Zuletzt hatten die syrische Armee und sein Verbündeter Russland ihre Angriffe auf die Region verstärkt und größere Geländegewinne für sich verbucht. Dabei hatte es immer wieder schwere Luftangriffe und Artilleriebeschuss gegeben.

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