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Stark erhöhte Nachfrage
07.03.2020 12:57 Uhr
Coronavirus: Hochbetrieb bei Hersteller von Schutzanzügen

Contern, 06.03.20: Beim weltweit führenden Hersteller von Schutzanzügen Dupont herrscht derzeit Hochbetrieb. Im luxemburgischen Contern wird das Material für die Schutzanzüge hergestellt. O-TON Albrecht Gerland, Produktmanager in Contern «Ja wir haben seit dem offiziellen Ausbruch des Coronavirus eine deutlich erhöhte Nachfrage gespürt. Zunächst natürlich in China.» Mit der zunehmenden Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 steht auch Europa vermehrt im Fokus. Der Vliesstoff aus Kunststoff heißt Tyvek und ist sehr dünn und leicht, extrem reißfest und atmungsaktiv. O-TON Paul Meyers, Werksleiter «Und das hat den großen Vorteil, dass es atmungsaktiv ist. Das heißt, die medizinischen Fachkräfte vor Ort können diese Tyvek-Anzüge sehr lang und komfortabel tragen.» Auf riesigen Rollen geht der Stoff an neun Nähereien vor allem in Asien, wo die Overalls dann gefertigt werden. Die Einweg-Schutzanzüge gehen vor allem an Krankenschwestern, Pfleger und Ärzte. Zudem wächst der Bedarf bei Behörden, Polizisten und Zöllnern, die Menschen kontrollierten. Der amerikanische Spezialchemiekonzern produziert in der Regel 200 Millionen Schutzanzüge im Jahr. Dieses Jahr werden es deutlich mehr werden. Heißt auch: andere Produkte aus Tyvek wie Briefumschläge oder medizinisches Verpackungsmaterial werden zurzeit weniger hergestellt.

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