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Abzug internationaler Kräfte gefährde gesamte Region
07.10.2019 16:30 Uhr
Mali: Kramp-Karrenbauer will längeren Einsatz der Bundeswehr

Koulikoro, 07.10.19: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will eine Verlängerung des Einsatzes deutscher Soldaten im westafrikanischen Krisenstaat Mali. Die CDU-Politikerin sagte am Montag in Koulikoro, wo die Bundeswehr und andere europäische Staaten ein Ausbildungszentrum für die malischen Streitkräfte unterhalten: O-Ton Annegret Kramp-Karrenbauer, Verteidigungsministerin «Wichtig wird eben auch sein, dass wir die malische Armee, aber vor allen Dingen auch die malische Regierung weiter dabei unterstützen, professioneller zu werden, dass Land stärker zu stabilisierten. Und deswegen brauchen wir, so wie wir das gestern in Niger angesprochen haben, eben auch hier in Mali noch einmal eine genaue Analyse der unterschiedlichen Operationen Minusma, die europäische Ausbildungsmission, unsere bilateralen Ansätze, aber eben auch den Ansatz der Franzosen und die jetzt neu angekündigte Sicherheits- und Stabilisierungsinitiative für die Sahel-Zone, um mit Blick auf die Fortsetzung wirklich zu schauen, wo brauchen wir möglicherweise einen veränderten Angang, um hier die Situation in Mali weiter zu stabilisieren.» Bei einem Abzug internationaler Kräfte ist die Sicherheit Malis und der gesamten Region gefährdet. Die Sicherheitslage in Mali hat sich insgesamt verschlechtert, sagte die Ministerin am zweiten Tag ihrer Westafrika-Reise. Mali ist zudem die große Drehscheibe in der Region bei Migration, organisierter Kriminalität und Terrorismus. Deutschland ist am UN-Einsatz Minusma in Mali derzeit mit 950 Soldaten beteiligt.

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