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Sea-Watch-Aktivistin will weiter auf Mission gehen
10.07.2019 19:06 Uhr
Kapitänin Rackete: Meine Festnahme hat anderen geholfen

Rom, 10.07.19: Die Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete sieht in ihrer vorübergehenden Festnahme auch positive Folgen. Durch die große Aufmerksamkeit für ihren Fall seien andere Rettungen von Hilfsorganisationen schneller gelöst worden, sagte die 31-Jährige aus Niedersachsen in einem Video-Interview, das Sea-Watch am Mittwoch veröffentlichte. O-TON Carola Rackete, «Sea-Watch» «Ein direktes Resultat meiner Verhaftung waren große Solidaritätsbekundungen, bei denen sich gezeigt hat, dass viele Menschen eben nicht hinter der italienischen Innenpolitik stehen. Die "Alan Kurdi", ein Rettungsschiff von Sea-Eye hatte daraufhin die Möglichkeit, die Geretteten direkt an Malta abzugeben, von wo sie weiterverteilt werden.» Die Aktivistin war unerlaubt mit 40 Migranten in den Hafen von Lampedusa gefahren und daraufhin zeitweise festgenommen und unter Hausarrest gestellt worden. Ein italienisches Untersuchungsgericht hob diesen wieder auf. Bei der nächsten Anhörung am 18. Juli wolle sie vor allem darauf dringen, dass das Schiff «Sea-Watch 3» wieder freigelassen wird. Es ist derzeit auf Sizilien festgesetzt. Sea-Watch werde sich nicht entmutigen lassen und weiter auf Mission gehen. O-TON Carola Rackete «Seenotrettung ist heute genauso notwendig, wie vor vier Jahren, als Sea-Watch gegründet wurde. Obwohl die Zahlen nach unten gegangen sind, gibt es trotzdem noch fast jede Woche Schiffsunglücke, bei denen viele Personen sterben. Und deswegen gibt es großen Bedarf, dass wir weitermachen.» Das Video wurde laut Sea-Watch am Dienstag auf Sizilien aufgenommen.

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