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Sommerserie: «Bayern bei Nacht»
10.08.2019 18:28 Uhr
Zwischen Leben und Tod - eine Nacht in der Notaufnahme

Nürnberg, 11.08.19: Mit täglich durchschnittlich 250 Patienten zählen die Notaufnahmen der beiden Nürnberger Klinikstandorte zu den größten Deutschlands. Patienten, die in der Notaufnahme des Klinikums Nürnberg Süd ankommen, landen zur Ersteinschätzung in der Triage. O-Ton Maximilian Pongratz, Fachkrankenpfleger für Notfallpflege: «Der Kollege, der hier Dienst hat, hört sich die Übergabe an, was der Rettungsdienst gemacht hat, was er festgestellt hat, was der Patient für Beschwerden hat, dokumentiert das selbstverständlich und befragt vielleicht den Patienten noch, wenn irgendetwas unklar ist.» Die Patienten werden danach in fünf Dringlichkeitskategorien eingestuft - von «akut lebensbedrohlich» bis «weniger dringlich». In der Nachtschicht arbeiten hier zwei Internisten, ein Chirurg, ein Neurologe und fünf Notfallpfleger. Unfallopfer werden im Trauma-Schockraum erstversorgt. Hier gibt es eine Hightech-Ausstattung an Diagnose-, Ultraschall-, Beatmungs- und Defibrillatorgeräten. Zusätzlich gibt es noch einen weiteren Schockraum. O-Ton Steffen Popp, Oberarzt und Bereichsleiter der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Nürnberg Süd: «Eine relativ neue Errungenschaft, dieser konservative Schockraum. Hier werden alle Patienten, die nicht aufgrund eines Autounfalls oder eines traumatischen Erlebnisses instabil sind, also neurologische und internistische Patienten, erstversorgt.» In den vergangenen Jahren sei das Patientenaufkommen jährlich um fünf Prozent gestiegen. Mit der steigenden Patientenzahl stieg auch das Aggressionsniveau gegenüber Pflegepersonal und Ärzten. Übergriffe gebe es vor allem, wenn Patienten unter Alkohol oder Drogen stünden. Häufig seien es auch die Angehörigen, die aggressiv werden, wenn ihr Patient warten muss. O-Ton Maximilian Pongratz, Fachkrankenpfleger für Notfallpflege: «Es gibt Deeskalationsschulungen extra für uns, so dass man versucht uns auf nahezu möglichst viele Situationen in der Notaufnahme vorzubereiten.» Das Klinikum führte 2018 einen Sicherheitsdienst ein, damit sich Pflegepersonal und Ärzte wieder ganz um die Patienten kümmern können.

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