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Problem soll angepackt werden
11.02.2020 15:21 Uhr
Laster vs. Radler: Wie sind Abbiegeunfälle zu vermeiden?

Berlin, 11.02.20: Abbiegeunfälle mit schweren Lastwagen, wie hier in Hamburg Mitte Januar, können für Radfahrer tödlich enden. Denn oft werden sie beim Abbiegen übersehen - vor allem, wenn sie sich im toten Winkel des LKWs befinden. Rund 30 Radfahrer sterben jährlich bundesweit nach der Kollision mit einem Laster. Das geht aus Zahlen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hervor. Zusammen mit dem Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung soll das Problem nun angepackt werden. Die beiden Verbände stellten dazu heute gemeinsam ein Positionspapier mit Gegenmaßnahmen vor, um solche Lkw-Abbiegeunfälle zu vermeiden. Helfen könnten Abbiegeassistenten: sie warnen Lkw-Fahrer etwa mit einem akkustischen Signal vor drohenden Kollisionen. Diese Assistenten arbeiten mit Kameras, Sensoren oder einer Kombination aus beidem. LKW mit dieser Technik auszustatten kostet nach ADAC-Angaben zwischen 760 und 3400 Euro. Für einen besseren Schutz von Fahrradfahrern schlagen die Verbände außerdem vor, gefährliche Kreuzungen umzubauen. Auch sollen Ampeln so geschaltet werden, dass abbiegende Lkw- und Autofahrer sowie Radfahrer eigene Grünphasen haben. Die Verbände sehen dringenden Handlungsbedarf, da sowohl der Rad- als auch der Güterverkehr weiter zunehme. Es sei zu befürchten, dass sich schwere und tödliche Abbiegeunfälle häufen, wenn nichts unternommen werde, hieß es.

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