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Ein Faktencheck der gängigsten Thesen rund ums Baden
13.06.2019 13:59 Uhr
Was stimmt wirklich? Gerüchte und Wahrheiten zum Thema Baden

Berlin, 13.06.19: Wenn der Schweiß rinnt, die Liegewiesen voller werden und ein Eis nur kurze Abkühlung verschafft - dann hilft nur noch eins: Ab ins Wasser, denn Sommerzeit ist Badezeit. Traurigerweise dauert es meist nicht lange bis die ersten Badetoten vermeldet werden. Und auch gefährliche Halbwahrheiten und Ratschläge zum Thema Baden kommen immer wieder auf. Doch was davon stimmt wirklich? Hier ein Faktencheck. Mit vollem Magen ins Wasser zu gehen, ist gefährlich. Jein. Ja, mit vollem Magen ins Wasser zu gehen, ist nicht wirklich ratsam, denn der Körper braucht die Energie zum Verdauen. Notfälle, die durch Baden mit vollem Magen entstanden sind, lassen sich allerdings nicht nachweisen. Viel gefährlicher ist es, mit leerem Magen ins Wasser zu gehen, denn da fehlt dem Körper erst recht die Energie; und das führt regelmäßig zu Notarzteinsätzen. Im Wasser kann man keinen Sonnenbrand bekommen. Falsch, falscher, geht gar nicht. Erstens bleibt der Kopf die meiste Zeit über Wasser. Zweitens, die Kombination Wasser Sonne ist trügerisch. Durch die kühle Wirkung merken viele Menschen oft gar nicht, dass sie sich verbrennen. Außerdem reflektiert das Wasser die UV-Strahlen, für den Kopf, der über Wasser ist, also noch gefährlicher.. Viele Menschen in Deutschland können nicht schwimmen. Auch das stimmt nur teilweise. Zum Land der Nichtschwimmer, wie die DLRG warnt, wird Deutschland nicht. Umfragen zeigen, dass sich der Anteil der Nichtschwimmer in den letzten Jahren nicht vergrößert hat. Bei den Kindern sieht es aber leider etwas schlechter aus. Ungefähr zehn Prozent im Alter von sechs bis zehn Jahren wurden von ihren Eltern als Nichtschwimmer eingestuft. Knapp 31 Prozent als unsichere Schwimmer. Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes warnt deshalb: «Wenn ein Kind mit neun oder zehn Jahren noch nicht sicher schwimmen kann, müssen die Eltern aktiv werden.» Heißt: Ab ins Wasser zum Üben oder in den Schwimmkurs. Na dann: Frohes Schwimmen!