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Merz will «Aufbruch» - Spahn: CDU muss wieder laufen lernen
14.02.2020 13:21 Uhr
Umfrage: Merz bei Kanzlerfrage vorne

Berlin, 14.02.20: Laut einer aktuellen Umfrage Infratest dimap ist Friedrich Merz derzeit der aussichtsreichste potenzielle Kanzlerkandidat der Union. 40 Prozent der Befragten sehen in ihm einen guten Kanzlerkandidaten. CSU-Chef Markus Söder sähen 31 Prozent als geeigneten Kanzlerkandidaten. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kommt auf 30 Prozent. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn halten 24 Prozent für einen guten Kanzlerkandidaten. Der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat am Donnerstag deutlich gemacht, dass er bereit ist, Verantwortung in der CDU zu übernehmen. Indirekt bestätigte bei einem Mittelstandsforum auch seine Bereitschaft für eine Kandidatur zum CDU-Vorsitz. Auf die konkrete Nachfrage, ob er für Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur antrete, antwortete Merz aber nicht direkt. Er rechne aber wahrscheinlich bis zur Sommerpause mit einer Entscheidung über die Personalfragen, über die dann auf einem Parteitag abgestimmt wird. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn bekräftigte bei einer Preisverleihung in Berlin, «Verantwortung übernehmen» zu wollen. Wie CDU-Vorsitz und Kanzlerkandidatur der Union vergeben würden, darüber müsse «in den nächsten Tagen und Wochen» eine Entscheidung fallen. Ein klares Bekenntnis zu einer eigenen Kandidatur für den Parteivorsitz lehnte auch Spahn trotz Nachfragen erneut ab. Der dritte mögliche Kandidat Armin Laschet hielt am Donnerstag in Berlin hinter verschlossenen Türen eine lang geplante Rede vor dem CDU-Wirtschaftrat. Er habe seine Vorstellungen präsentiert, wie sich die Union nun neu aufstellen solle, hieß es danach von Teilnehmern. Die derzeitige CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer hatte am Montag ihren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz erklärt.

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