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Teure Handys und Billig-Fleisch seien ein Widerspruch
17.01.2020 12:53 Uhr
Klöckner auf der Grünen Woche: Sehe uns alle in der Pflicht

Berlin, 17.01.20: Die 85. Grüne Woche. Am Freitag öffnete die Agrar-Messe für die Besucher ihre Tore. Bis zum 26. Januar warten 1800 Aussteller auf rund 400 000 Besucher. Partnerland ist in diesem Jahr Kroation. Den Eröffnungsrundgang nutzte Bundesagrarministerin Julia Klöckner gleich für wichtige Botschaften. Sie fordert fordert von den Kritikern der Landwirtschaft Kompromisse. Es sei wichtig, nicht an 100-Prozent-Forderungen festzuhalten, sagte Klöckner am Freitag auf der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin. Man müsse Stadt und Land zusammen bringen, sagte die CDU-Politikerin beim Eröffnungsrundgang. «Es ist notwendig wie nie zuvor, dass beide Seiten aufeinander zu gehen», betonte Klöckner. Für eine nachhaltige Landwirtschaft sieht Klöckner nicht nur die Bauern in der Pflicht, sondern auch Politik, Handel und Verbraucher. Die Landwirtschaft allein werde die Erderwärmung nicht stoppen. Mit dem Handel wiederum seien Bauern nicht auf Augenhöhe. Landwirte hätten die Sorge, ausgelistet zu werden, und seien häufig gezwungen, unlautere Handelspraktiken zu akzeptieren, sagte Klöckner. Nicht überall, aber es gibt sie. Und sie richtet auch einen Appell an die Verbraucher: Während stattliche Preise etwa für Handys bezahlt würden, könne Fleisch, Obst und Gemüse nicht billig genug sein, sagte Klöckner. Auch die Landwirte und Umweltaktivisten werden sich Gehör verschaffen: Parallel zur Messe sind in Berlin am Freitag und Samstag Demonstrationen und Proteste gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung geplant.

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