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Hildmann ist in der Türkei, ein Haftbefehl wegen des Verdachts der Volksverhetzung kann nicht vollstreckt werden. Jetzt vermutet die Berliner Staatsanwaltschaft, dass Informationen über einen Haftbefehl aus den eigenen Reihen unzulässig weitergereicht wurden - ein Zusammenhang zu seiner Flucht bestehe aber nicht.
18.05.2021 13:19 Uhr
Fall Hildmann: Staatsanwaltschaft ermittelt in eigenen Reihen

Berlin, 18.05.21: Die Berliner Staatsanwaltschaft vermutet, dass Informationen über einen Haftbefehl gegen den Verschwörungserzähler Attila Hildmann aus den eigenen Reihen unzulässig weitergereicht wurden. Es werde gegen Unbekannt wegen Verletzung von Dienstgeheimnissen ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Hildmann ist seit Monaten in der Türkei, ein Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der Volksverhetzung kann deshalb nicht vollstreckt werden. Der 40-Jährige hat laut Staatsanwaltschaft neben der deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft. Mit seiner Rückkehr sei derzeit nicht zu rechnen.Es gebe aber keinen Zusammenhang zwischen der Weitergabe von Informationen und der Flucht von Hildmann, hieß es. Dieser habe sich bereits «geraume Zeit» vor Erlass des Haftbefehls ins Ausland abgesetzt.In dem Ermittlungsverfahren gegen Hildmann überprüft die Berliner Anklagebehörde mehr als 1000 Äußerungen. Es geht dabei neben dem Verdacht auf Volksverhetzung auch um den Verdacht der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

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