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Klimaschädliches Reisen auf dem Prüfstand
18.06.2019 12:41 Uhr
Wie stehen Promis zur Flugscham?

Berlin, 18.06.19: Der Beginn der Sommerferien bedeutet für viele Deutsche: Mit dem Flieger in ein fernes Land reisen. Doch in Zeiten von Fridays for Future ist Fliegen längst nicht mehr unumstritten. Aus dem Greta-Thunberg-Land Schweden hat sich die Wortschöpfung «Flugskam» (Flugscham) verbreitet. In vielen Schulen wird diskutiert, ob man nach dem Abitur lieber auf klimaschädliche Flüge verzichtet, auf Bus oder Bahn umsteigt oder in der eigenen Region bleibt. Es ist ein Thema, das die ganze Gesellschaft angeht. Doch wie stehen Prominente eigentlich zur Debatte um Flugreisen? O-TON Palina Rojinski, Moderatorin: «Ich bin da total im Zwiespalt, weil einerseits muss ich halt sehr viel reisen für meinen Beruf und ich versuche irgendwie die Balance zu halten. Ich hab den Dreh da noch nicht raus, aber vielleicht mal einen Baum pflanzen. Für jeden Flug einen Baum. Wow.» O-TON Franziska Knuppe, Model: «Wir leben die ganze Zeit auf unserem Boot und reisen in der Ferienzeit, wenn wir Urlaub haben relativ wenig mit dem Flugzeug, weil ich eben das ganze Jahr sowieso nur im Flieger sitze.» O-TON Nicky Hilton, Unternehmerin: «Ich reise definitiv nicht mehr so viel wie früher. Wir müssen uns um unsere Umwelt kümmern - für unsere Kinder und die Kinder unserer Kinder.» O-TON Caro Daur, Influencerin: «Also mein Job beinhaltet leider sehr viel Fliegen und klar weiß ich auch, dass das nicht super ist. Aber ich versuche dann natürlich an anderen Ecken, so wenig wie möglich Auto zu fahren oder auch mal das Fahrrad zu nehmen.» Das Bewusstsein für die Notwendigkeit weniger zu fliegen scheint also schon mal da zu sein. Bleibt abzuwarten, ob die Zahl der Flüge in den kommenden Jahren tatsächlich zurückgeht.