NEWSHUB
Spiel findet statt und endet 0:0
19.12.2019 09:30 Uhr
Tausende Separatisten protestieren vor spanischem «Clásico»

Barcelona, 19.12.19: Tausende Anhänger der katalanischen Separatistenbewegung haben vor dem spanischen Fußball-Klassiker FC Barcelona gegen Real Madrid für Unabhängigkeit demonstriert. Nach Schätzung der Polizei versammelten sich am Mittwochnachmittag mindestens 5000 Menschen auf dem Platz Pius XII., der nur 600 Meter vom Barcelona-Stadion Camp Nou entfernt liegt. Sie schwenkten rot-gelb gestreifte katalanische Flaggen und forderten schreiend und auf Plakaten «Freiheit» (für die zu Haftstrafen verurteilten Politiker und Aktivisten), «Selbstbestimmung» und «Unabhängigkeit». Auch an anderen Orten der Metropole protestierten Separatisten. Zum Protest hatte anlässlich des «Clásico» die erst im August gegründete zivile Organisation Tsunami Democratic aufgerufen, deren Führung bislang anonym geblieben ist. Auf Twitter teilte die Organisation mit, man wolle nicht die Durchführung des Spiels stören, werde aber auch im Stadion Protestaktionen durchführen und unter anderem Plastikbälle auf den Rasen werfen. Mehr als 4000 Polizisten wurden eingesetzt, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Wegen der Proteste hatten beide Teams erstmals vor einem «Clásico» im selben Hotel Unterkunft bezogen. Die Nobelherberge Sofía liegt nur 500 Meter vom Stadion entfernt und innerhalb eines von der Polizei errichteten Sicherheitsringes. Der Klassiker sollte in dieser Hinrunde eigentlich schon am 26. Oktober stattfinden. Nach politischen und sozialen Unruhen in Katalonien wegen der Gerichtsurteile gegen neun Separatistenführer war die Partie aber verschoben worden. Im 179. Liga-Clásico gab es dann auch keinen Sieger. Das Spiel endete 0:0.

Auch interessant
Klinsmanns Trainerlizenz ist gültig - DFB und DFL geben Okay
Klinsmann: Rücktritt als Hertha-Coach nach nur 10 Wochen
Der ewige Bundes-Jogi wird 60.
Noch 1000 Tage bis Katar: Die WM der Zweifel
Erstmals seit 2009/10: Herbstmeister nicht Bayern oder BVB
Klinsmann: Rücktritt als Hertha-Coach nach nur 10 Wochen