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Flach, schnittig, glänzend - und ein Hingucker: Ein Oldtimer-Fan hat nach einer 80 Jahren alten Zeichnung erstmals den letzten DKW-Sportwagen gebaut - und ins Museum gefahren.
20.05.2020 14:18 Uhr
Chemnitz: Enthusiast baut erstmals letzten DKW-Sportwagen

Chemnitz, 20.05.20: Diesen Silberpfeil gab es bis jetzt nur auf dem Papier. Er ist nie gebaut worden. Jetzt knattert das Phantom durch Chemnitz. Der F9 aus dem Hause DKW der Auto Union AG. Der nach einer 80 Jahre alten Zeichnung konstruierte «Silberpfeil» ist das neue Schmuckstück der Sonderausstellung «Fix voran mit Frontantrieb - 90 Jahre DKW-Rennwagen».O-TON Frieder Bach, Fahrzeugmuseum Chemnitz«Und siehe da, es hat sich herausgestellt, es ist ein ganz spezieller F9 gewesen, den man hier geplant hatte, also nur eine Entwurfszeichnung. In den man diese Technik hineingezeichntet hatte.»Frieder Bach hat den schnittigen Wagen mühsam und aus Einzelteilen und Spezialanfertigungen gebaut. Der 76-jährige Museumsgründer hatte bei der Vorbereitung auf die Sonderausstellung zufällig die Zeichnungen von 1940 entdeckt, auf denen das Fahrzeug wie auf einem Röntgenbild zu sehen war.O-TON Frieder Bach, Fahrzeugmuseum Chemnitz«Das Auto darf nicht auf dem Papier bleiben, das muss gebaut werden, und mit vielen, viele Schwierigkeiten und Helfern, die mir geholfen haben, haben wir das Auto fertig gekriegt, und heute steht's hier im Museum, wo wir vor 5 Jahren die Zeichnung gefunden haben.»Der jetzt erstmals gebaute F9-Sportwagen und seine stromlinienförmige Aluminiumkarosse glänzt in der Sonne - eine Million Euro würde der Silberpfeil heute kosten. Ursprünglich geplant war, dass der F9-Sportwagen 1938 an der Zuverlässigkeitsfahrt Berlin-Rom teilnimmt. Doch wegen des 2. Weltkriegs ist es dazu nie gekommen. Der F9 hat zwischen 32 und 35 PS und schafft nach Angaben von Bach etwa 140 Kilometer pro Stunde - und hat bis jetzt ganze neun Kilometer auf dem Tacho.

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