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Neue Festivalleitung begutachtet die Herstellung der Trophäen
21.01.2020 19:27 Uhr
Berlinale-Bären nehmen Gestalt an

Berlin, 21.01.20: Jährlich locken sie Schauspieler und Filmschaffende nach Berlin - die Bären der Berlinale zählen zu den renommiertesten Auszeichnungen der Filmwelt und sie kommen - von hier. Seit den fünfziger Jahren werden die Bären in der Berliner Traditionsgießerei Noack gefertigt. Einen Monat vor Beginn der Berlinale läuft die Produktion schon auf Hochtouren. Für jeden Bären muss eine neue Gießform hergestellt werden, die Figuren müssen gegossen, nachgearbeitet und versilbert oder vergoldet werden. Die Sockel müssen hergestellt werden. Ungefähr eine Woche dauert die Herstellung eines Bärs. Die genaue Zahl der Bären, die verliehen werden, erfährt der Betrieb erst einen Tag vor der Verleihung. Denn dann müssen die Namen der Preisträger in die Sockel eingraviert werden. Und was passiert mit den Bären, die übrig bleiben? O-Ton 2 (Hermann Noack, Inhaber der Bildgießerei): Die stellen wir uns zu Hause hin. Ne, die Bären, die übrig bleiben, werden natürlich fürs nächste Jahr wiederverwendet. Man kann es ja auch schön sehen: Ja, wir schlagen die Zahlen so ein, dass man sie fürs nächste Jahr wiederverwenden kann. Hat in diesem Fall nicht ganz geklappt, weil es 1999 war. Sie werden nicht schlecht. Zum Schaugießen waren dieses Jahr zum ersten Mal die neuen Leiter der Berlinale mit dabei. Dem Künstlerischen Direktor, Carlo Chatrian ist die Qualität der Bären wichtig: O-Ton Chatrian Voiceover: Ich denke die Bären sind ein Symbol für den künstlerischen Wert der Berlinale. Jedes Jahr kann nur eine Person den Goldenen Bären gewinnen, aber gleichzeitig steht diese Person für die Qualität des Festivals. Die künstlerische Qualität. Wir können also sagen, der Goldene Bär steht bildlich für die künstlerische Qualität des jeweiligen Jahres und der Berlinale. Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek freut sich darauf, die Trophäen zu verleihen: O-Ton Rissenbeek: Ich kenne die Berlinale schon sehr lang. Ich glaub, seit 1985. Und ich finde das einfach eine tolle Gelegenheit nochmal, dieses Festival, was sich international so darstellt und was so eine Bedeutung hat, sowohl für das Publikum, die Zuschauer in Berlin, aber auch die internationale Filmbranche, dass man genau da stehen darf und den Goldenen Bären verleihen darf. Das ist schon ganz, ganz toll. Die diesjährige Ausgabe des Filmfestivals startet am 20. Februar. Insgesamt werden ein Goldener Bär und rund ein Dutzend Silberne Bären verliehen.

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