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Donald Trump ist zurück im Wahlkampf, auch wenn die Corona-Krise noch nicht vorbei ist. George Floyds Namen erwähnt Trump kein einziges Mal bei seiner ersten Kundgebung seit Monaten - viele Plätze in der Arena blieben leer.
21.06.2020 12:54 Uhr
Kritik an Deutschland bei Trumps erster Massen-Wahlkampfveranstaltung

Tusla/Oklahoma, 21.06.20: Verharmlosung der Corona-Krise, keine Empathie für die Proteste gegen Rassismus nach dem Tod von George Floyd - und Angriffe gegen Deutschland: Knapp fünf Monate vor der Wahl in den USA im kommenden November hat Präsident Donald Trump erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie seine Massen-Kundgebungen wieder aufgenommen. Bei der Wahlkampfveranstaltung in der Arena in Tulsa Oklahoma blieben einige der gut 19 000 Plätze leer, obwohl Trump noch am Montag auf Twitter mitgeteilt hatte, dass sich fast eine Million Menschen um Tickets für die Veranstaltung in Tulsa beworben hätten.Bei der Massenkundgebung hat Trump seine Kritik an Deutschlands unzureichenden Verteidigungsausgaben in den vergangenen 25 Jahren vehemt erneuert und auch seine Pläne zum Abzug von fast 10 000 US-Soldaten aus Deutschland untermauert. Und übte in den dem Zusammenhang auch erneut Kritik an der geplanten Ostsee-Pipeline Nord-Stream 2, die Gas von Russland nach Deutschland bringen soll. O-Ton Donald Trump, US-Präsident«Wir sollen Deutschland vor Russland beschützen, aber Deutschland zahlt Russland Milliarden Dollar für Energie, die aus einer Pipeline kommt, einer brandneuen Pipeline.» Für die Kritik an Deutschland nahm er sich also viel Zeit. George Floyd, den Namen des bei einem brutalen Polizeieinsatz zu Tode gekommenen Afroamerikaners erwähnt er kein einziges Mal. Auch Rassismus oder Polizeigewalt thematisierte Trump bei seiner mehr als eineinhalbstündigen Rede nicht.

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