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Lachen auf Distanz. In der Corona-Krise müssen auch professionelle Humoristen dazulernen und sich auf neue Bedingungen einstellen. Doch wie vermittelt man Spaß ganz ohne körperliche Nähe?
22.05.2020 10:47 Uhr
Zum Lachen in den Garten - Klinikclowns in Zeiten von Corona

Schwerin, 22.05.20: Die Clownsdamen Kiki und Fine sorgen mit ihren Besuchen in einem Altenpflegeheim in Schwerin regelmäßig für gute Laune. In der Corona-Krise ist aber alles anders, denn rein ins Haus des Pflegeheims dürfen sie nicht.O-TON Kerstin Daum, Clown «Kiki»«Es fehlt natürlich die direkte Reaktion von den Leuten. Also das, was eigentlich den Großteil unserer Arbeit ausmacht, ist ja das In-Kontakt-gehen und auf das reagieren, was emotional in einem Zimmer oder in einer Situation so los ist. Und das hier ist eher, wie auf einer Bühne stehen.»Und so singen, tanzen und musizieren Kiki und Fine eben vor dem Haus. Statt von Zimmer zu Zimmer zu gehen, platzieren sie sich an verschieden Orten rund ums Pflegeheim.O-TON Ines Vowinkel, Clown «Fine»«Wir gehen halt viel auf große Bewegungen, auf Musik, auf Materialien wie diese großen Tücher oder diese Leiter, dass wir in unserer Bewegung und in unserem Ausdruck Größe geben, um mehr in die Nähe zu kommen.»Bewohner und Mitarbeiter beobachten das Spektakel von innen, von der Terrasse und vom Balkon. Und wenn es schon keine richtige Umarmung geben darf, werden die Senioren eben symbolisch gedrückt.O-TON Ines Vowinkel und Kerstin Daum«Es wird besser.» – «Gut, dass du immer noch diesen optimistischen Schwung reinbringst.»

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