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Die Manege bleibt leer, das Licht bleibt aus. Während Autobauer und Gastwirte wieder an die Arbeit gehen, bleiben Großveranstaltungen tabu. Was macht da ein Zirkus wie der Circus Krone?
22.05.2020 13:00 Uhr
Corona-Krise: Circus Krone ohne Netz und doppelten Boden

München, 22.05.20: Eigentlich wäre jetzt Hochsaison im Circus Krone. Krone wäre auf Tournee durch 25 Städte in Deutschland. Mit 260 Mitarbeitern, über 100 Tieren und einem Umsatz in Millionenhöhe ist Krone der größte Zirkus der Welt. Die Karawane ist riesig - doch sie zieht nicht weiter, sie steht still im Lockdown der Corona-Maßnahmen. O-Ton Martin Lacey jr., Direktor Circus Krone«Also die ganzen Artisten waren schon hier, wir hatten schon alles angefangen für die Tourm und dann hat alles gestoppt wegen des Corona-Virus, aber es ist relativ einfach die Artisten wieder her zu holen, aber die Kosten sind nicht einfach und die Planung ist eigentlich ein Jahr vorher.»Martin Lacey braucht jeden Monat alleine Fleisch für 20 000 Euro für seine 26 Löwen. Der Dompteur und seine Frau sind die Direktoren des Münchner Circus Krone. Im laufenden Betrieb hat Krone 35 000 Euro Kosten am Tag. Seit dem Shutdown sind es "nur noch" 12 000.O-Ton Martin Lacey jr., Direktor Circus Krone«Leider wir können gar nichts planen, weil wir wissen icht wie es geht mit diesen Veranstaltungen und das ist ganz, ganz schwierig. Weil wir müssen planen, wir haben einen Ablauf mit Publicity, mit Ablauf, bevor wir kommen zu der Stadt.»Beim Circus Krone hat man wenig Verständnis für Zirkusse, die auf die Tränendrüse drücken. Wer seine Tiere schon nach zwei Wochen nicht mehr versorgen könne und um Futter betteln müsse, sei als Tierhalter fehl am Platz.

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