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Neun Milliarden Euro Staatshilfe sollen der Lufthansa durch die Corona-Krise helfen. Nach wochenlangem Streit in der Koalition muss nun ein komplexer Vorschlag umgesetzt werden, der auf Kritik stößt.
22.05.2020 18:16 Uhr
Lufthansa-Rettung braucht noch Zeit - Viel Kritik von Ufo

Frankfurt/Main, 22.05.20: Die angepeilten Staatshilfen in Milliardenhöhe für die Deutsche Lufthansa sind noch nicht in trockenen Tüchern. Der Dax-Konzern hielt sich am Freitag zurück, das von der Bundesregierung vorgeschlagene Rettungspaket mit einem Gesamtvolumen von 9 Milliarden Euro zu bewerten. Eine schnelle Entscheidung werde es voraussichtlich nicht geben, weil der Aufsichtsrat an diesem Freitag nicht zusammenkomme, verlautete aus Kreisen.Zunächst müssten sich der Vorstand des Unternehmens und der Lenkungsausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds WSF mit der komplizierten Materie befassen, hieß es weiter. Danach benötige der Aufsichtsrat weitere Zeit. Nach dpa-Informationen soll der WSF-Ausschuss an diesem Freitag das offizielle Hilfsangebot unterbreiten. Neben Krediten und stillen Einlagen will sich der Bund mit 20 Prozent direkt an der Airline beteiligen. Dies läge unterhalb der Sperrminorität, mit der wichtige Entscheidungen blockiert werden könnten. Der am Mittwoch bekannt gewordene Plan traf auf einige Kritik. So vermisst die Kabinengewerkschaft Ufo staatliche Vorgaben zur Beschäftigungssicherung.

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