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In einer für Stuttgart beispiellosen Gewaltorgie ziehen junge Leute in der Nacht zum Sonntag marodierend durch die Stadt. Warum sie das tun und wie solche Aktionen künftig verhindert werden können, darauf wollen viele Bürger jetzt Antworten.
22.06.2020 08:26 Uhr
Nach der Chaos-Nacht in Stuttgart beginnt die Ursachensuche

Stuttgart, 22.06.20: In Stuttgarts Innenstadt kehrte schon am Sonntag langsam wieder Ordnung ein. Die Aufarbeitung der Chaos-Nacht in Stuttgart vom Wochenende fängt aber jetzt erst an.24 Menschen wurden im Zuge der Ausschreitungen in der Nacht zum Sonntag festgenommen, mindestens 19 Polizisten verletzt. Insgesamt sollen bis zu 500 Menschen an den Krawallen teilgenommen haben.Vielen stellt sich die Frage, wie es zu den Ausschreitungen kommen konnte.Festzustehen scheint für die Polizei, dass die Randale nicht politisch motiviert waren. Es seien vielmehr Menschen aus der Party- und Eventszene gewesen.Die Polizei hat Zeugen um Mithilfe gebeten - zur Aufklärung benötige man Bilder und Videos von den Straftaten.Oberbürgermeister Fritz Kuhn machte neben Alkoholkonsum unter anderem Geltungsbewusstsein in den sozialen Medien als Grund für die Ausschreitungen aus.Gelegenheit zur Aufarbeitung soll eine Sondersitzung des Innenausschusses am Mittwoch im Landtag geben. Dort will die Opposition Innenminister Thomas Strobl ausführlich zur kriminellen Gewalt und zu Maßnahmen zum Schutz von Gesellschaft und Polizei befragen.Die Polizei hat außerdem angekündigt, in den kommenden Wochen mit verstärkten Kräften in Stuttgart unterwegs zu sein.

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