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Ein Biohof mit Fachwerk im Schatten hoher Bäume, ein krähender Hahn, alles da. «Bio» bedeutet aber nun freilich nicht, dass hier mit der Sense und einem vom Pferd gezogenen Pflug gearbeitet wird - ganz im Gegenteil.
22.06.2020 16:27 Uhr
Alfons und die Zuckerrüben: Ein Roboter auf dem Acker

Oldendorf, 22.06.20: Seit einigen Wochen ist Alfons auf diesem Feld im Einsatz. Alfons ist nicht etwa einer dieser Herren, sondern der Roboter zwischen Ihnen. Sein eigentlicher Name lautet ganz nüchtern FD20 - hergestellt von der dänischen Firma Farmdroid.Anders als der Mensch, kennt Alfons keine Ruhezeit. Tag und Nacht beackert der Roboter unermüdlich das Feld. Und umweltfreundlich ist er auch noch, wie sein "Betreuer" Sven Dittmer von den Biohöfen in Oldendorf erzählt.O-Ton Sven Dittmer, angestellter Landwirt«Der Roboter ist komplett autark, sprich, er braucht keine Ladebuchse an Strom, denn er versorgt sich mit Solarpaneelen. Er braucht auch keinen Diesel und ist zudem auch noch sehr leicht.»Alfons ist sich außerdem auch für keine Arbeit zu schade. Unkraut jätet er quasi im Vorbeifahren.O-Ton Sven Dittmer, angestellter Landwirt«Also den Farmdroid haben wir das erste mal auf der Agritechnica 2019 gesehen. Die beiden Betriebsleiter und ich sind damals über die Messe geschlendert und da stand er in der Ecke sozusagen das erste Mal und wurde vorgestellt. Wir drei haben uns angeguckt und eigentlich gesagt, das müsste die Zukunft sein. Wenn das funktioniert, ist das eine richtig Topsache.»Auf den Biohöfen in Oldendorf ist Alfons für die Rüben verantwortlich. Ganz rund läuft es allerdings noch nicht mit ihm und der Knolle.Vor Kurzem hackte er die jungen Rüben weg, anstelle des Unkrauts. Es klappt also noch nicht alles. Aber Alfons ist noch jung, und aller Anfang ist schwer.

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