NEWSHUB
Beerdigungen in Corona-Zeiten sind schwierig. Darf man nicht auf dem Friedhof dabei sein, fehlt ein echter Abschied von den Verstorbenen.
23.05.2020 12:37 Uhr
München: Corona erschwert Abschied von Toten

München, 23.05.20: Die Corona-Krise hat bei vielen Trauernden die Angst vor dem Tod und dem Abschiednehmen von Verstorbenen nach Einschätzung eines Bestatters deutlich erhöht. Dabei sei dieser Trauerprozess wichtig, sagte der Gründer des Bestattungsinstituts Aetas Lebens- und Trauerkultur in München. O-Ton Florian Rauch, Bestattungsinstitut Aetas «Unser Schwerpunkt liegt schon darin, dass wir die Menschen in dieser einmaligen, dieser schwierigen Zeit versuchen bestmöglich zu begleiten. Und das ist eigentlich und sehr wichtig wäre, dass man sich von jedem Toten verabschieden kann. Und das ist natürlich das besondere, vielleicht das noch, Verabschieden heißt, noch mal den Toten sehen. So verstehen das wir, dass ich wirklich noch mal ganz bewusst den Toten noch mal sehe, den Tod erlebe mit all meinen Sinnen erlebe. Und ja in der schwierigen Corona-Zeit ist das durch die Umstände leider halt nicht möglich oder oft nicht möglich. Und das ist gerade bei ja schwierigen Trauersituationen macht es mir noch schwerer, dass ich den Tod begreifen kann.»Seit acht Wochen ändern sich bei den Vorgaben für Bestattungen und Trauerfeiern fast täglich etwas. Anfangs hatte es keine Trauerfeiern mehr in Aussegnungshallen geben dürfen. Das ist inzwischen für eine begrenzte Anzahl an Personen erlaubt. Und auch die zulässige Gesamtzahl an Trauergästen am Grab auf einem Friedhof ist erhöht worden. Derzeit sind hier maximal 50 Menschen erlaubt.

Auch interessant
Twitter unterzieht Trump erstmals Faktencheck: durchgefallen
14 Corona-Fälle nach Restaurantbesuch - Landkreis prüft Lage
NRW: Psychiatrie-Flucht endet für einen Straftäter tödlich
Rehkitz-Rettung mit Drohne und Wäschekorb
Nach 13 Jahren: Polarwolf-Nachwuchs im Stralsunder Zoo
Klitschko nimmt in Kiew Kurs auf seine Wiederwahl