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Eigentlich müsste der Konflikt um den Hambacher Forst entschärft sein. Der Kohle-Kompromiss sieht vor, dass der Wald zwischen Köln und Aachen erhalten bleibt. Dennoch gibt es jetzt wieder eine größere Polizeiaktion.
23.06.2020 16:30 Uhr
Polizeiaktion im Hambacher Forst: Kohlegegner sehen Schikane

Kerpen, 23.06.20: Die Polizei hat am Dienstag einen Einsatz im Hambacher Forst begonnen. Dabei sind mehrere Hundertschaften eingesetzt, sagte ein Polizeisprecher. Es geht nicht um die Räumung von Baumhäusern, sondern um die Beseitigung von Barrikaden, die die Einsatzwege versperrten. Waldbesetzer hatten teilweise bis zu 15 Meter hohe Strukturen aus Baumstämmen mit Plattformen auf den Waldwegen errichtet. Dies könne die Polizei nicht hinnehmen, da die Wege für Streifenwagen, Rettungsfahrzeuge oder Feuerwehrautos frei bleiben müssten, sagte der Sprecher. Der Wald war 2018 zum Symbol des Kampfes zwischen Klimaschützern und Kohlebranche geworden. Die Zahl der Waldbesetzer schwankt nach Polizeiangaben stark, bewegt sich aber ungefähr um die Marke von 100 Personen. Sie kommen unter anderem aus der anarchistischen und aus der Umweltszene. Die Waldbesetzer haben an die 100 neue Baumhäuser errichtet. Das Anti-Kohle-Bündnis «Ende Gelände» verurteilte die Polizeiaktion als unnötige Provokation. Die Barrikaden stellten für niemanden eine Gefahr dar.

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