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Deutschlandweite Klimaproteste vor der Europawahl
24.05.2019 16:07 Uhr
Fridays for Future: Zehntausende Schüler demonstrieren

Berlin, 24.05.19: Zwei Tage vor der Europawahl sind mehrere tausend, überwiegend junge Menschen für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gegangen. In Hamburg waren laut Angaben der Polizei bis zu 17 000 Demonstranten in der Innenstadt unterwegs. Voxpops: «Wir sind hier für eine schnellen Kohleausstieg, für eine CO2-freie Energieerzeugung und insgesamt einen Umstieg auf CO2-freies Wirtschaften und eine nachhaltige Klimapolitik.» «Weil ich gerne möchte, dass unsere Politiker so ein bisschen mehr versuchen, das Klima als echtes Problem anzusehen.» Auch in Berlin sind Tausende für mehr Klimaschutz zu einem Streik am Brandenburger Tor zusammengekommen. Vor allem die Europawahl sehen die Jugendlichen als besonders wichtigen Baustein in der Klimapolitik. Voxpops: «Weil in Europa grade viele nationale Strömungen sind und sich viele Leute gegen die EU aussprechen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass viele Leute wählen gehen und für die EU wählen und dass wir zusammenhalten.» «Da einige nicht so von den Parteien meiner Meinung nach zu wenig auf das Klima Acht geben und deshalb ist die Wahl umso wichtiger.» Beim zweiten sogenannten globalen Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung waren am Freitag landesweit in mindestens 218 deutschen Städten Demonstrationen angemeldet. In Münster trafen sich laut Polizei etwas mehr als 2000 Schüler in der Nähe des Rathauses. In Freiburg zählte die Polizei zwischen 8000 und 10.000 Demonstranten, in Stuttgart waren es tausende junge Menschen, die durch die Innenstadt zogen. Weltweit waren für Freitag mehr als 1600 Demonstrationen in 125 Ländern geplant. Seit Monaten lassen junge Menschen freitags den Unterricht ausfallen, um für eine bessere Klimapolitik auf die Straße zu gehen. Die Aktivisten von Fridays for Future fordern unter anderem die Einhaltung der Pariser Klimaziele.

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