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Schutzmasken sind zurzeit sehr begehrt - zum Leid von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Nun produziert ein Matratzenhersteller aus Würzburg eigene Gesichtsmasken.
25.03.2020 12:06 Uhr
Matratzenhersteller stellt Mundschutzmasken her

Würzburg, 24.03.20: Bei Markus Wegerich steht diese Tage das Telefon kaum still. Eigentlich produziert sein Unternehmen Matratzen für Wohnmobile und Pflegebetten. Nun stellt die Firma Gesichtsmasken her.O-Ton Markus Wegerich, Geschäftsführer Schaumstoffe Wegerich GmbH«Und dann kam der Moment, wo ein Mitarbeiter mir erzählt hat, seine Frau ist Dialyse-Patientin und im Dialysezentrum sind die dortigen Mitarbeiter mit selbstgebastelten Masken aus T-Shirts aufgelaufen. Und das war der Moment, wo ich ernsthaft überlegt habe, ob und wie wir Masken fertigen können.»Als Verpackung für die Matratzen, die Wegerichs Firma herstellt, wird ein spezielles Vlies verwendet. Das liegt hier stapelweise herum. «Auch OP-Masken bestehen daraus», sagt Wegerich. Also hat er eine OP-Maske aufgeschnitten und zusammen mit einem Pflegedienst nach diesem Vorbild eine Schutzmaske entwickelt.O-Ton Markus Wegerich, Geschäftsführer Schaumstoffe Wegerich GmbH«Und die Maske hier, die kann ich jetzt herrlich mit einem Dampfbügeleisen bearbeiten, ich kann sie waschen, ich kann sie in den Ofen packen bei 105 Grad und die hält das prima aus.»Die Masken haben zwar keine Zertifizierung und bieten auch nur für eine bestimmte Zeit Schutz, trotzdem sind sie begehrt. Inzwischen steht Wegerich vor der Frage, wer bekommt sie zuerst?

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