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Aal zählt zu bedrohten Tierarten
28.05.2019 17:35 Uhr
Zehntausende Jung-Aale in Hamburg ausgesetzt

Hamburg, 28.05.19: Weil der Aal in Europa zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten zählt, greifen Angler und Fischereibiologen neuerdings zu besonderen Maßnahmen. In Hamburg wurden jetzt 72.000 Jung-Aale ausgesetzt.Sie sollen dabei mithelfen, dass sich der Aal in Deutschland wieder verbreitet - dafür haben die Knochenfische schon einen sehr langen Weg zurückgelegt. O-TON Jürgen Märker, Referent Gewässer ASV Hamburg «Die kommen aus dem Golf von Mexiko. Die sind als Weidenblattlarven über den Golfstrom mitgeschwommen und das dauert circa zwei Jahre.» In den europäischen Gewässern sollen die Aale in den kommenden Jahren wachsen. Sobald sie geschlechtsreif sind, treten sie den Rückweg an - und zwar zurück über den Golfstrom zum Sargassosee östlich von Florida, wo alle europäischen Aale leichen. Dann beginnt das Ganze dann von neuem. Nachgeholfen wurde nun, weil es der Aal in deutschen Gewässern schwer hat, zu überleben. O-TON Robin Giesler, Fischereibiologe «Das liegt an der Querverbauung, an der Wasserkraft, dass die Aale nicht mehr die Möglichkeit haben, abzuwandern oder aufzusteigen. Darüber hinaus gibt es noch Parasiten und Viren, die dem Aal zu Schaffen machen. Und all das führt dazu, dass der Aal zu den bedrohten Tierarten zählt und einfach ein paar Maßnahmen notwendig sind, um den Aal auch zukünftig in unseren Gewässern behalten zu können.» Aktuell wiegen die Jung-Aale noch etwa 2 Gramm. Die nächsten zehn Jahre werden die Aale nun im Süßwasser verbringen und ordentlich wachsen.

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