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Schuldenquote in der Eurozone
30.11.2019 17:54 Uhr
So steht es um die Schulden der EU-Länder

Berlin, 30.11.19: Die Länder der Eurozone haben die Schuldenquote im vergangenen Jahr weiter verringert - allerdings weniger stark als angenommen. Das Statistische Amt der Europäischen Union, Eurostat, veröffentlicht regelmäßig Zahlen zu Defizit und Schuldenquote in der EU. Das Land mit dem größten Haushaltsdefizit in der EU war im Jahr 2018 Zypern. Das Loch in der Staatskasse beträgt 4,4 Prozent der Wirtschaftsleistung, also des Bruttoinlandsprodukts. Rumänien folgt an zweiter Stelle mit einem Defizit von 3,0 Prozent. Damit liegt das Land genau auf der Grenze von maximal minus drei Prozent, die laut dem Vertrag von Maastricht erlaubt sind. Griechenland wies in den vergangenen Jahren oft sehr große Defizite auf. 2018 hingegen kann das Land einen Haushaltsüberschuss aufweisen, von 1,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Allerdings hält Griechenland bei der Staatsverschuldung weiterhin den Negativrekord: Ende 2018 summieren sich Griechenlands Schulden auf 181,2 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Angestrebt sind laut Vertrag von Maastricht jedoch nur maximal 60 Prozent - ein Wert, den auch Deutschland übertrifft: Die Bundesrepublik liegt mit einer öffentlichen Verschuldung von 61,9 Prozent ebenfalls über dem angestrebten Schuldenlimit. Im Vorjahr waren es allerdings noch 65,3 %. Beim Blick auf den Staatshaushalt 2018 schneidet Deutschland allerdings gut ab: Der Überschuss beträgt laut Eurostat 1,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Deutschlands Schuldenstand sank sowohl absolut als auch relativ. Er nahm laut Eurostat von rund 2,119 Billionen auf 2,069 Billionen Euro ab. In absoluten Zahlen stieg die Staatsverschuldung in den Euroländern insgesamt um gut 100 Milliarden auf 9,930 Billionen Euro. Der Rückgang im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung liegt daran, dass das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone stärker gestiegen ist als die Verschuldung.

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