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Türken kämpfen um den Erhalt einer seltenen Pfeifsprache
06.09.2019 14:40 Uhr
Türkei: Sprechen wie die Vögel zwitschern

Giresun, 07.09.19: Yilmaz Civelek gehört zu den ganz wenigen Menschen, die noch eine sehr seltene Sprache sprechen. Die türkische Pfeifsprache. Vogelsprache nennen die Einheimischen sie schlicht und einfach. O-TON Yilmaz Civelek, Schäfer «Zum Beispiel das hier. ist für nahe Distanzen.» Pfiff - «etwas weiter weg» Pfiff - «noch etwas weiter weg» Pfiff - «noch weiter weg» Pfiff - «noch weiter weg» «So reicht es Ton um Ton in die Ferne. Die Töne können bis zu fünf Kilometer weit reichen.» In den Bergen am Schwarzen Meer in der Türkei beherrschen das Gezwitscher geschätzt nur noch 10 000 Menschen. Sie wurde früher vor allem von Hirten benutzt, die sich damit in den abgelegenen Regionen und über große Entfernungen hinweg verständigen können. Civelek beherrscht die Sprache seit seiner Kindheit und erklärt die verschiedenen Techniken. O-TON Yilmaz Civelek «Ich wurde zum Schäfer erzogen aber leider ist es mit dem Schäferei im Dorf nun vorbei. Dazu kommt die Technologie, Mobiltelefone. Danach haben wir dieses Festival organisiert. Wir haben uns bei der Unesco beworben und wurden angenommen. Wir haben bis heute darum gekämpft und werden diese Sprache weiterhin am Leben erhalten.» Die Sprache ist vom Aussterben bedroht, und steht deshalb jetzt auf der Unesco-Liste für bedrohtes Kulturerbe. «Zwitschern.» Das war auch Vogelsprache und heißt «Grüße nach Deutschland».

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