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Sicherheitsbedenken wegen Munition und Blindgängern
07.06.2019 07:33 Uhr
Keine Entwarnung bei Waldbrand in Jüterbog

Jüterbog, 07.06.19: Der Waldbrand bei Jüterbog in Brandenburg ist nach Einschätzung der Regionalleitstelle Brandenburg noch nicht gelöscht. Eine Entwarnung könne er noch nicht geben, sagte ein Sprecher in der Nacht zu Freitag. Demnach waren gegen Mitternacht noch 23 Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz. Der teils unwetterartige Regen, der am Nachmittag und am Abend über Berlin, Brandenburg und das Brandgebiet gezogen war, brachte nach Angaben des Sprechers kaum Erleichterung. Einen neuen Lagebericht vom Innenministerium erwartete der Sprecher erst heute. Zuvor hatte Kreisbrandmeister Tino Gausche gesagt, der zweite Regenschauer habe deutliche Erleichterungen gebracht. Diese Einschätzung konnte die Regionalleitstelle in der Nacht zu Freitag nicht bestätigen. Auf erneuten Regen konnten sich die Einsatzkräfte zunächst nicht einstellen. Der Deutsche Wetterdienst rechne für den Freitag nicht mit Niederschlägen in Brandenburg. Für Samstag erwartete der DWD aber Wind und Böen in Brandenburg. «Wenn die Feuer bis dahin nicht gelöscht sind, könnte der Wind sie erneut anfachen», hieß es beim DWD. Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog brennt es auf einer Fläche von rund 800 Hektar. Es ist nach Einschätzung des Umweltministeriums der größte Waldbrand in Brandenburg seit Jahrzehnten. Am Donnerstag kamen neue Sicherheitsbedenken um den Brand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz auf. Insgesamt hat der Platz eine Fläche von etwa 9000 Hektar. Von 1864 bis 1992 wurde er militärisch genutzt: Während der Kaiserzeit, im Ersten und Zweiten Weltkrieg, zu DDR-Zeiten bis zur Gegenwart wurde dort Munition aller Art abgefeuert. Blindgänger blieben einfach liegen, alte Kampfmittel bilden nach Angaben der Stadt mittlerweile eine dicke Schicht im Erdboden. In den vergangenen Jahrzehnten verrotteten sie und wurden damit unberechenbar. Ein Betreten des Geländes ist undenkbar und könnte tödlich enden. Die Einsatzkräfte können deshalb nur von speziell geschaffenen Wegen aus, die dauernd bewässert werden, den Brand löschen.

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