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Pilotprojekt im brandenburgischen Wusterhausen
11.07.2019 19:53 Uhr
Autonomes Fahren: Brandenburger Bus rollt (fast) ohne Fahrer

Wusterhausen/Brandenbrg, 11.07.19: Er ist weiß, hat sechs Sitzplätze und soll künftig mit bis zu 25 Kilometern pro Stunde unterwegs sein: Der erste fahrerlos fahrende Bus Brandenburgs ist am Donnerstag in Wusterhausen getestet worden. Am kommenden Montag soll der Kleinbus nach Angaben der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordbrandenburg dann auch offiziell die ersten Haltestellen der Stadt anfahren. Ganz ohne Fahrer geht es aktuell aber noch nicht: In dem selbstfahrenden Elektrobus sitzt derzeit noch ein speziell geschulter Busfahrer, der das System überwachen soll. Dieser sogenannte Operator kann den Bus auch per Hand steuern, sollte es Störungen geben. O-TON Arwed Schmidt, Technical Sales Lead EasyMile «Es gibt ganz viele Formen von Störungen, die man beachten muss. Der einfachste Fall ist, dass das Fahrzeug nicht auf seiner einprogrammierten Trajektorie ist. Da muss man sicherstellen, das muss dann der Operator machen, dass dann das Fahrzeug wieder auf seiner Trajektorie ist.» Die Geschwindigkeit soll im Laufe des Probebetriebs nach und nach erhöht werden. Zunächst sind höchstens 15 Kilometer pro Stunde von der Dekra zugelassen - später soll das Fahrzeug bis zu 25 Kilometern pro Stunde schnell unterwegs sein. O-TON Passantin «Ich fände das eigentich ganz schön, weil ein bisschen Entschleunigung im Straßenverkehr fände ich gut. Insofern wünsche ich dem Bus, dass er durch Langsamkeit besticht und auch ein bisschen in den Großstädten - ich habe lange in Berlin gewohnt - ein bisschen das Tempo rausnimmt.» Bis Mitte des Jahres 2020 soll untersucht werden, wie automatisierter Verkehr in ländlichen Regionen funktioniert. Gefördert wird das Projekt vom Bund mit gut 1,5 Millionen Euro.

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